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Aktuelle Fälle und direkte Hilfe im Sommer 2025.

DIE NOT WIRD IMMER GRÖSSER

Die massiven Drohnen- und Raketenangriffe in der Ukraine zerstören immer mehr Häuser, Wohnungen und lebenswichtige Infrastruktur. Immer mehr Zivilpersonen werden verletzt und getötet. Umso wichtiger und wertvoller für die Kriegsopfer ist die schnelle, humanitäre Hilfe.

Human Front Aid ist ein direktes Nothilfeprojekt, das in der Schweiz seit 28.03.2022 registriert ist.

Seit dem Kriegsausbruch in der Ukraine leistet es direkte Soforthilfe für die Menschen im Krisengebiet. Die Hilfe erreicht die Betroffenen schnell und unkompliziert vor Ort.

Auch im vierten Kriegsjahr lebt und koordiniert der Berner Kulturschaffende Bänz Margot die Hilfe in Odesa. Er unterstützt sein erfahrenes Team von Ukrainer*innen bei der täglichen Übergabe der Geldbeträge an Direktbetroffene der Luftangriffe.

Bänz leidet dabei, wie die ukrainische Bevölkerung, unter dem häufigen Luftalarm, der allen fast jede Nacht den Schlaf raubt. Aber es ist nicht nur die Angst und Unsicherheit, wo die nächste Drohne oder Rakete einschlägt, welche die Psyche belasten. Human Font Aid begegnet täglich neuen Schicksalen von Kriegsbetroffenen, die auf schnelle Nothilfe angewiesen sind, Menschen die verletzt wurden, Angehörige verloren haben und deren ganzes Hab und Gut zerstört wurde. Das belastet, spornt aber auch an noch mehr zu tun. Aufgeben ist keine Option. Für diese Hilfe sind wir aber auf immer neue Spenden angewiesen.

In der Schweiz kann Human Front Aid auf die praktische Unterstützung zweier neuer Experten zählen:

  • Georg Häsler, Sicherheits- und Militärexperte der «Neuen Zürcher Zeitung» und ehemaliger langjähriger Journalist beim Schweizer Fernsehen.
  • Daniel Koch, ehemaliger medizinischer Koordinator beim IKRK und ehemaliger Leiter der Abteilung „Übertragbare Krankheiten" im Bundesamt für Gesundheit.
  • 6000 zivile Kriegsgeschädigte wurden mit der individuellen, direkten, finanziellen Überbrückungshilfe in den letzten drei Monaten unterstützt.
  • Auch die wöchentlich betriebene Gassenküche und das Projekt „Cash for Food" für besonders Kriegs- und Armutsbetroffene wird weitergeführt.
  • 8'000 Portionen warmes Essen verteilt.

Human Front Aid gibt die Spenden innert weniger Tagen direkt in cash an Kriegsbetroffene weiter.

  • Jede Geldübergabe wird dokumentiert und mit der Einwilligung der Betroffenen fotografiert.
  • Über 97% der Spenden werden direkt weitergegeben. Human Front Aid verfügt über keine eigenen Geldreserven, und ist laufend auf Spenden angewiesen.
  • Human Front Aid ist eine der wenigen Organisationen, die direkte und persönliche Nothilfe leistet.
  • Human Front Aid weitet seinen Wirkungskreis laufend aus. Die Hilfe erreicht jetzt die Oblasts Odesa, Nikolaev, Kherson, Kirovograd und Dnipropetrovsk.

IN DER NOT HELFEN

Beispiele: In solchen Fällen leistet Human Front Aid unbürokratische, direkte finanzielle Nothilfe.

  1. In der Nacht vom 10. auf den 11. Juni schlugen in Odesa Drohnen in 5 Häusern ein. Valentina 59 überlebte, ihr Ehemann konnte nur noch tot in den Trümmern geborgen werden. Das gleiche Schicksal erlitt auch ihre Nachbarin Melatina 54. Die mobile Equipe von Human Front Aid übergab noch vor Ort den beiden schwer geprüften Frauen, die viel mehr als nur ihr Hab und Gut verloren haben, eine finanzielle Nothilfe in bar.
  2. Lydia, 64 und Mykhailo 73 sind aus der Stadt Mykolajiw in ihr halb zerstörtes Haus im Dorf Posad-Pokrovske in der Region Cherson zurückgekehrt, obwohl es keinen Strom und kein fliessendes Wasser mehr gibt. Krank und vom Krieg gezeichnet sind sie trotzdem froh wieder zu Hause zu sein, obwohl ihnen nur ein Zimmer mit einem undichten Dach geblieben ist. Aber sie lächeln und sind unendlich dankbar für die Hilfe. Dank der Mitarbeiterin von Human Front Aid, die zu ihnen kam, fühlen sich etwas weniger verlassen. Sie wissen, dass dies durch Spenden fremder Menschen, denen ihre Situation nicht gleichgültig ist, ermöglicht wird. Die finanziellen Mittel werden dem Ehepaar helfen, dringend benötigte Medikamente zu kaufen.
  3. Am 11. Juli 2025 kam Olena 49 zur Human Front Aid in Odesa. Sie floh vor einem Monat aus der russisch besetzten Stadt Nowa Kachowka am linken Ufer des Dnepr im Oblast Cherson. Alleine mit ihren zwei 10 und 14 Jahre alten Kindern ist sie psychisch angeschlagen und dringend auf die Nothilfe angewiesen. Ihr drittes Kind wurde durch eine Drohne getötet.
  4. Seit einem Monat werden Maria 68, Ljudmila 58, Victoria 51 und Serhiy 52 im Spital in Cherson gepflegt. Ihr altes Auto fing Feuer, als sie von einer Drohne angegriffen wurden. Wie durch ein Wunder entkamen sie dem Inferno. In ihr Fischerdorf Stanislaw an der Mündung des Dnjepr werden sie wegen dem ständigen Beschuss nicht zurückkehren können.

Ihre grosszügige Unterstützung ist entscheidend, um weiterhin den Opfern des Krieges rasch und effizient helfen zu können. Ihr Beitrag erreicht ohne Umweg direkt die bedürftigen Menschen in der Ukraine.

Herzlichen Dank für Ihre Spende!

Bänz Margot und das Team der Human Front Aid
Odesa, Juli 2025