Tätigkeiten

Human Front Aid

Direkte finanzielle und soziale Hilfe

Sofortige Geldbeträge für Menschen in Not.

Stellen Sie sich vor: Von einem Moment auf den anderen wird Ihr Leben ausgelöscht. Keine Wohnung mehr. Kein Geld. Kein soziales Netz. Nur noch die nackte Angst und die Verzweiflung. In genau diesem Moment greift Human Front Aid ein – mit sofortiger, unbürokratischer Hilfe, die Leben rettet.

Materielle Hilfe in Form von Esswaren erreicht aufgrund von Korruption oft nicht diejenigen, die sie am dringendsten benötigen.

Human Front Aid hat sich auf direkte finanzielle Nothilfe spezialisiert – die sogenannte «Emergency Cash Help». Seit der offiziellen Registrierung des Vereins am 28.03.2022 erhalten Kriegsbetroffene einmalige Geldbeträge pro Familie oder Person.

Menschen können sich genau das kaufen, was sie am dringendsten benötigen (wie seltene Medikamente oder Kindernahrung). Das Geld fliesst ohne Umwege in die lokale Wirtschaft und stärkt diese. Die aufwendige Logistik entfällt.

Diese Form der Hilfe richtet sich gezielt an diejenigen, die es am härtesten getroffen hat: Alleinerziehende Mütter, Familien die ihr Zuhause verloren haben, Menschen mit Behinderungen, Kranke und ältere Personen.

Besonders unterstützt werden Binnenflüchtlinge aus stark umkämpften oder besetzten Gebieten.

Seit Kriegsbeginn konnten tausende kriegsbetroffene Familien – ca. 30'000 bis 50'000 Menschen – unterstützt werden.

Jede Spende wird innert weniger Tage direkt weitergegeben. Unterstützen Sie unsere Arbeit

Unterbringung

Wir helfen dabei Notunterkünfte und Übergangslösungen zu finanzieren.

Das Dach über dem Kopf – für uns selbstverständlich, für Kriegsflüchtlinge ein unerreichbarer Traum. Familien schlafen in zerbombten Ruinen, in überfüllten Notunterkünften, auf Bahnhöfen.

Die direkte finanzielle Hilfe ermöglicht es den Betroffenen, flexibel auf ihre individuellen Bedürfnisse zu reagieren.

Ein konkretes Beispiel: Eine Familie, die nach russischem Beschuss obdachlos wurde, nutzte die Geldhilfe um Bustickets zu kaufen und bei Verwandten in der Nordwestukraine unterzukommen. Andere Familien können mit der Unterstützung Mieten für Übergangswohnungen bezahlen oder notwendige Reparaturen an beschädigten Unterkünften finanzieren.

Viele der Tausenden Binnenvertriebenen, die in Odesa gestrandet sind, benötigen dringend sichere Unterkünfte. Human Front Aid arbeitet eng mit lokalen Partnern zusammen um diesen Menschen den Zugang zu Notunterkünften zu ermöglichen.

Einkauf lebenswichtiger Güter

Wir helfen bei der Organisation essenzieller Produkten wie Lebensmittel, Hygieneartikeln und mehr.

Hunger hat ein Gesicht. Es ist das Gesicht eines Kindes, das seit Tagen nicht richtig gegessen hat. Der hohle Blick einer Mutter, die nicht weiss, womit sie ihr Baby füttern soll.

Seit Kriegsbeginn wurden hunderte Tonnen Nahrungsmittel und Hygieneprodukte verteilt: Konservendosen mit Nahrung, Babynahrung, Windeln sowie dringend benötigte Hygieneartikel und Medikamente.

Diese wurden sowohl ins Kriegsgebiet als auch an die Frontlinien gebracht.

Der Import von Gütern erwies sich als logistisch aufwendig und oft wenig zeitgerecht – ein Container mit Winterjacken erreichte Odesa beispielsweise erst im März, als bereits Frühling war.

Um den Menschen daher besser zu helfen und zu gewährleisten dass jede Spende voll ausgeschöpft wird, konzentrieren wir uns primär (aber nicht exklusiv) auf die direkte finanzielle Hilfe, die es den Menschen ermöglicht, benötigte Güter selbst und zeitgerecht zu beschaffen.

Medizinische Hilfe

Wir tragen zur medizinischen Versorgung vor Ort bei.

Der Krieg tötet nicht nur mit Bomben. Er tötet auch mit fehlenden Medikamenten, mit unbezahlbaren Operationen, mit Schmerzen, die niemand lindert.

Die medizinische Versorgung von Kriegsopfern stellt eine zentrale Herausforderung dar.

Durch die direkte finanzielle Unterstützung können Betroffene dringend benötigte und sehr spezifische Medikamente selbst kaufen.

Darüber hinaus werden medizinische Behandlungen finanziert.

Konkrete Beispiele:

  • Das Kind einer Familie litt an einer seltenen Krankheit, dessen Überleben von einer Operation abhängig war. Diese war nur in Kiew möglich – Human Front Aid finanzierte der Familie die Fahrt ins Spital.
  • In einem anderen Fall wurde ein kriegsverletzter Mann unterstützt, der nach schwerer Kopfverletzung regelmässige Behandlung in den neurologischen Abteilungen von Kherson und Nykolaev benötigt.

Human Front Aid unterstützt zudem mehrere Spitäler, psychiatrische Kliniken und Kinderhilfsprojekte in Odesa mit Betreuung und psychologischer Versorgung für Binnenvertriebene und andere Kriegsbetroffene.

Die Zusammenarbeit mit Ärzten vor Ort ermöglicht es, besonders vulnerable Patienten gezielt zu helfen.

Unterstützung der Binnenvertriebenen (IDPs)

Wir helfen mit Geld, Gütern und gezielter Unterstützung.

Sie flohen mit nichts als der Kleidung am Leib. Nachts, unter Beschuss, durch zerstörte Dörfer. Hinter ihnen: brennende Häuser. Vor ihnen: das absolute Nichts.

Binnenvertriebene (Internally Displaced Persons, IDPs) bilden eine besonders vulnerable Gruppe. Von den seit Kriegsbeginn unterstützten Familien waren knapp 60% Binnenflüchtlinge.

In Odesa allein sind Tausende von Inlandvertriebenen gestrandet, die nicht viel mehr haben als das, was sie auf ihrer Flucht tragen konnten.

Human Front Aid konzentriert sich gezielt auf Menschen, die aus stark umkämpften oder besetzten Gebieten geflohen sind, insbesondere aus den Regionen Kherson, Mykolayiv, Energodar, Bakhmut und der Gegend um Cherson.

Diese Menschen haben oft alles verloren – ihr Zuhause, ihr soziales Umfeld, ihre Existenzgrundlage. Viele leiden unter schweren Traumata: Folter, Willkür, Hinrichtungen und die ständige Bedrohung durch Beschuss.

Die Unterstützung erfolgt durch direkte finanzielle Hilfe, die es den Binnenvertriebenen ermöglicht, ihre dringendsten Bedürfnisse zu decken: Unterkunft, Nahrung, Medikamente, Kleidung.

Die lokalen Helfer und Helferinnen von Human Front Aid wählen die Familien sorgfältig aus und hören sich geduldig ihre Schicksalsschläge an.

Evakuationen und Transport

Wir organisieren sichere Transporte.

Die Flucht im Morgengrauen. Raketen schlagen ein, während der Bus durch die zerbrochene Stadt fährt. Mütter drücken ihre weinenden Kinder an sich. Jede Sekunde könnte die letzte sein.

Seit Kriegsbeginn konnten über Tausende Menschen und Familien in Sicherheit gebracht werden, teilweise durch gefährliche Korridore aus besetzten Gebieten. Die Evakuierungen erfolgten mit Bussen zwischen der Ukraine und Moldawien.

Die Transporte dienten einem doppelten Zweck: Auf dem Hinweg in die Ukraine wurden Nahrungsmittel und Kinderprodukte in die Frontregion geliefert. Auf der Rückfahrt nach Moldawien wurden Flüchtende mitgenommen, insbesondere Frauen, Kinder und ältere Personen aus stark umkämpften Städten wie Mykolajiw und Odesa.